„Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“

Ich bin vergnügt, erlöst, befreit

Dieser Anfangssatz aus einem der Psalmgedichte von Hanns Dieter Hüsch (1925 – 2005) ist das Motto des Reformationsjubiläums der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Die Festung Ehrenbreitstein, mit der Gondel erreichbar, ist der Ort, an dem an Pfingstmontag das Ökumenische Christusfest gefeiert wird. Die Festung Ehrenbreitstein, mit der Gondel erreichbar, ist der Ort, an dem an Pfingstmontag das Ökumenische Christusfest gefeiert wird. Foto: Klaas Weibring

Ökumenisches Christusfest am 5. Juni in Koblenz

"Uns eint der Glaube an Jesus Christus"

Reformationsjubiläum ökumenisch - das ist kein Widerspruch, sondern Programm. 500 Jahre nach Martin Luthers Thesenanschlag feiern am Pfingstmontag, 5. Juni, Christinnen und Christen aller Konfessionen auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz gemeinsam das Ökumenische Christusfest. Der Eintritt zur Festung ist an diesem Tag frei, für die Anreise mit der Seilbahn gelten verbilligte Sondertarife.

Plakat zum Ökumenischen Christusfest Plakat zum Ökumenischen Christusfest

Zu dem Fest unter dem Motto "vergnügt, erlöst, befreit" laden die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche der Pfalz, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Region Südwest (ACK-Südwest) und die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) ein. Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene der Evangelischen Kirche im Rheinland beschreibt die Botschaft des Ökumenischen Christusfestes: „Als Christinnen und Christen feiern wir gemeinsam unseren Glauben. Wir kommen aus einer bunten und fröhlichen Vielfalt unterschiedlicher kirchlicher Traditionen. Uns eint der Glaube an Jesus Christus. Ganz bewusst gehen wir in den öffentlichen Raum und wollen zeigen, was es heute heißt, sich von Gott erneuern zu lassen – in Kirche und Gesellschaft.“

Besucherinnen und Besucher erwartet zwischen 10 und 18 Uhr ein vielfältiges Programm. Ein ökumenischer Gottesdienst, der live im Deutschlandfunk übertragen wird, eröffnet um 10 Uhr das Fest. Parallel findet ein Kindergottesdienst statt. Wie man mal anders Gottesdienst feiern kann, zeigen im Lauf des Tages unter anderem ein Oasengottesdienst, ein Spotlight-Gottesdienst und ein Friedensgebet.

Musik, Theater, Spiel

Chöre und Orchester aus der Region unterhalten den ganzen Tag über musikalisch - zum Beispiel mit Gospel, Posaunen und einem Rap zur Ehre Gottes. Ideelle Begegnungen mit dem Reformator Martin Luther gibt es in Theater-, Spiel- und Mitmachaktionen.

Auch Kinder und Jugendliche können zu Entdeckungstouren auf den Spuren Luthers aufbrechen: Sie können zum Beispiel Lutherbrötchen backen, in eine Druckwerkstatt hineinschnuppern oder bei einem Luther-Kartenspiel mitmachen. Dazu gibt es zahlreiche Bewegungs- und Kreativangebote für Kinder wie Hüpfburg, Spielmobil, Jonglage, Kinder-Kino und Basteln.

Auch Podiumsdiskussionen im Programm

Gäste aus europäischen Partnerkirchen diskutieren auf drei Podien zu den Themenschwerpunkten Verantwortung der Kirchen für Europa, Entwicklungspolitik und Stand der Ökumene. Auf einem Markt der Möglichkeiten stellen Kirchengemeinden und Pfarreien, kirchliche Einrichtungen und Gruppen aus der Region ihre Arbeit vor.

Den Schlusspunkt setzt ein Sendungsgottesdienst auf der Bühne im Festungspark. Er beginnt um 17 Uhr und steht unter der Überschrift „Jesus Christus geht uns voran“. Die Gestaltung übernehmen der rheinische Präses Manfred Rekowski, der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Region Südwest, Pastor Jochen Wagner, Bischof Stephan Ackermann vom Bistum Trier, Weihbischof Otto Georgens vom Bistum Speyer und Erzpriester Georgios Basioudis von der griechisch-orthodoxen Metropolie. Zum Abschluss werden tausend Luftballons mit Segenswünschen in den Himmel steigen.

Laden ein zum Ökumenischen Christusfest in Koblenz: Brigitte Schmutzler (v.l.), Rolf Stahl, Jochen Wagner, Manfred Rekowski und Anna Maria Schuster. Laden ein zum Ökumenischen Christusfest in Koblenz: Brigitte Schmutzler (v.l.), Rolf Stahl, Jochen Wagner, Manfred Rekowski und Anna Maria Schuster.

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, erklärte in der Pressekonferenz zur Vorstellung der Pläne für das Fest anlässlich des 500. Reformationsjubiläums: „Wir feiern, dass der Reformator Martin Luther mit seinem biblisch fundierten Disput in und mit seiner Kirche Jesus Christus wieder ins Zentrum des Glaubens gerückt hat.“ Deshalb feiere die evangelische Kirche die Reformation bewusst ökumenisch mit anderen Kirchen zusammen – als Christusfest.

Bunt, vielfältig und fröhlich - Bericht über die Presssekonferenz über das "Ökumenische Christusfest"

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uks / 5.5.2017



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