Rheydter Hauptkirche Reformationssynode in der Rheydter Hauptkirche

Reformationssynode in Mönchengladbach-Rheydt

Internationaler Austausch über Gott und die Welt

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Zu einer Reformationssynode unter der Losung „Gottes Wort kehrt nicht wieder leer zu ihm zurück“ sind 250 Delegierte aus sieben Ländern in Mönchengladbach-Rheydt zusammengekommen. In einer Schlusserklärung plädierten sie unter anderem für eine vertiefte ökumenische Zusammenarbeit und Initiativen für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung.

Sich gegenseitig wahrnehmen, füreinander zu beten, aufeinander zu hören und einander zu helfen sowie die ökumenische Zusammenarbeit der Kirchen für ein gemeinsames Christuszeugnis auf allen Ebenen zu vertiefen - das vereinbarten die Delegierten zum Abschluss der Reformationssynode am Freitag und Samstag, 1. und 2. September, in der Evangelischen Hauptkirche in Mönchengladbach-Rheydt. In der Schlusserklärung wurde ebenso festgehalten, die Umkehr zu einem einfachen und verantwortlichen Lebensstil anzustreben und sich im Bündnis auch mit anderen Organisationen für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.

„Was ihnen im Leben und Glauben wichtig und wertvoll ist, haben Delegierte aus Marokko, Tansania, Indonesien, Namibia, Belgien, den Niederlanden, der Niederlausitz und den vier Kirchenkreisen Aachen, Jülich, Krefeld-Viersen und Gladbach-Neuss einander berichtet“, sagte die Vorsitzende der Synode Martina Wasserloos-Strunk in ihrer Predigt im Abschlussgottesdienst der Synode.

Sorge über zunehmende Gewalt, Naturausbeutung und Armut

Alle Delegierten hatten bereits vor der Synode Stellungnahmen verfasst zur Losung „Gottes Wort kehrt nicht wieder leer zu ihm zurück“. Sie äußerten darin ihre Sorge über die zunehmende Gewalt der Menschen untereinander, die Ausbeutung der Natur und die wachsende Armut in ihren jeweiligen Ländern. Die überall wachsende Säkularisierung und die starke Ausrichtung auf materielle Werte wurden dafür als Gründe benannt.

Professor René Krüger aus Argentinien ermutigte in seinem Hauptvortrag zu einer freien und bewussten Entscheidung für den Glauben und zur aktiven Teilnahme am Leben der Gemeinde. „Das nicht leer zurückkommende Wort durchdringt die Bibel, erfüllt das Leben der Gläubigen, hat in der Kirchengeschichte immer wieder zu bestimmten Krisenzeiten zu neuen Durchbrüchen geholfen, hilft uns, kritisch zu bleiben und uns nicht durch den Zeitgeist und die Modetrends vereinnahmen zu lassen.“

Die Synode hat deutlich gemacht, dass der internationale Austausch für alle Beteiligten hilfreich und wichtig ist und das nicht nur im Jahr des Reformationsjubiläums. Die Delegierten werden die Schlusserklärung mit in ihre Heimatkirchen und Kirchenkreise nehmen und dort über die Umsetzung der Vereinbarungen weiter beraten.

 

ekir.de / Ute Dornbach-Nensel / Foto: Gerry Böer / 05.09.2017